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Das seborrhoische Säuglingsekzem

Säuglingsekzem ist anstrengend für Kind und ElternDie Ursache vom seborrhoischen Säuglingsekzem ist bis heute noch nicht klar, allerdings handelt es sich in der Regel um eine harmlose und wieder vorübergehende Veränderung der Haut bei einem Säugling. Innerhalb weniger Wochen oder Monate geht das Säuglingsekzem von allein wieder zurück.
 

Symptome

Als Symptome können am Kopf fest haftende, gelblich fettige Krusten von Schuppen gesehen werden. Diese treten meistens an unauffälligen Stellen auf. Die häufigste Form ist im Bereich der großen Fontanelle zu sehen. Ebenfalls kann an den Augenbrauen und hinter den Ohren das Säuglingsekzem auftreten. Zum Teil sind sogar der ganze behaarte Kopf und das Gesicht mit dem Ausschlag überzogen.
 
In der Region der Windeln tritt das Säuglingsekzem besonders in den Hautfalten auf. Dabei bilden sich feuchte Hautschuppen und die Haut rötet sich. Auch können die Halsfalten und die Achsel- und Kniebeugen betroffen sein.
 
Können der Ausschlag oder die Krusten nicht selbst behandelt werden, so sollte der Kinderarzt aufgesucht werden. Ist ein extremes Jucken beim Baby zu bemerken, dann sollte das Kind spätestens am nächsten Tag dem Arzt vorgestellt werden. Breitet sich die Rötung auf den ganzen Körper des Kindes aus, dann sollte sofort der Kinderarzt konsultiert werden.
 
Das seborrhoische Säuglingsekzem kann dem Hautbild einer Neurodermitis sehr ähnlich sehen. Verwirrungen entstehen dadurch, dass diesem Ekzem bei manchen Säuglingen eine Neurodermitis voraus geht. Allerdings treten die Veränderungen der Haut bei einem Säuglingsekzem früher auf, als bei einer Neurodermitis. Oftmals ist das Ekzem schon in den ersten vier Lebenswochen des Babys zu bemerken. In der Regel tritt kein Juckreiz auf.
 
Ebenfalls ist das seborrhoische Säuglingsekzem schwer von einer Windeldermatitis zu unterscheiden. Das Säuglingsekzem beginnt vermehrt in den Leistenbeugen, dagegen beginnt die Windeldermatitis oft in der Analregion. Befinden sich Veränderungen der Haut in der Achselregion, so kann von einem seborrhoischen Säuglingsekzem ausgegangen werden.
 

Ernährung und Ausbreitung

Babys haben eine empfindliche Kopfhaut

Das seborrhoische Säuglingsekzem wird nicht durch die Ernährung hervor gerufen, somit muss diese auch nicht umgestellt werden. Die Nahrungsmittel haben keinen Einfluss auf den Verlauf, wie es der Fall bei Neurodermitis ist.
 
Nur selten breitet sich das Säuglingsekzem auf den ganzen Körper aus und es kommt zu einer Rötung der Haut. Sollte das jedoch eintreten, dann ist dafür eine Anomalie der Botenstoffe des Abwehrsystems verantwortlich. In diesem Fall sollte sofort der Kinderarzt aufgesucht werden. Erst wenn das Ekzem durch Selbsthilfemaßnahmen nicht zurück geht, verschreibt der Arzt Medikamente. Das kann beispielsweise eine Babycreme mit Harnstoffen oder ein salicylsäurehaltiges Öl sein. Damit sollen die hartnäckigen Schuppen am Kopf abgelöst werden können. Bei einem nässenden, juckenden und geröteten Ekzem kann auch eine Creme mit Kortison oder ein gegen Pilze gerichtetes Medikament verschrieben werden.
 

Selbsthilfemaßnahmen

Erfahrungen haben gezeigt, dass eine leichte luftdurchlässige Kleidung und frische Luft sich günstig auf das seborrhoische Säuglingsekzem auswirken. Als Badezusätze eignen sich Bäder mit Weizenkleie, Ölbäder und pH-neutrale Waschzusätze. Am Anfang kann der Säugling alle ein bis zwei Tage ein Bad genießen.
 

Damit die Kopfschuppen beim Baby gelöst werden können, sollte für einige Stunden Olivenöl aufgetragen werden. Die Schuppen weichen durch das Öl auf und es sollte beim Baden mit einem Babyshampoo wieder abgewaschen werden. Ein Abkratzen sollte aber vermieden werden. In der Apotheke können dem Olivenöl noch 0,25 prozentige Salicylsäure zugemischt werden, doch das sollte nur bei hartnäckigen Schuppen in Betracht gezogen werden. Diese Säure ist dem Wirkstoff von Aspirin sehr verwandt und mit dieser geringen Konzentration lösen sich die Schuppen leichter ab.

 

Foto: © Ernst Rose / Pixelio
Foto: © Franz Mairinger / Pixelio