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Schuppenflechte

Zigaretten und Pillen schaden der HautBei der Schuppenflechte handelt es sich um eine gutartige Hauterkrankung, die sehr häufig auftritt. Die typischen Symptome sind scharf eingegrenzte rote Hautstellen, die mit silberweißen Schuppen bedeckt sind und zum Teil auch jucken können. Frauen und Männer sind gleichermaßen von dieser Hauterkrankung betroffen, sie kann in jedem Alter auftreten.
 
Oftmals entsteht die Schuppenflechte nur an einzelnen Stellen, die auch als Herde bezeichnet werden. Besonders betroffen sind die Streckseiten von Knien und Ellenbogen, teilweise kann sie sich auf den ganzen Körper ausbreiten. Nicht nur die Haut kann an Schuppenflechte erkranken, ebenfalls können Nägel, Gelenke und Schleimhäute von der Hauterkrankung betroffen sein. Dabei kann es zu unterschiedlichen Beschwerden kommen.
 
Eine Ansteckungsgefahr besteht bei der Schuppenflechte nicht. Der Auslöser ist die Autoimmunreaktion, die ein fehlgesteuerter Angriff des Abwehrsystems ist. Sie richtet sich gegen die Zellen der oberen Haut. Daraufhin reagieren diese, indem sie sich sehr stark vermehren.  Daraus folgt eine Verdickung der Haut und sie beginnt zu schuppen.
 
Die Behandlung der Schuppenflechte ist immer abhängig von der Situation und muss oft mit verschiedenen Präparaten kombiniert werden. Es gibt verschiedene Medikamente und Therapien, die die Beschwerden lindern oder auch zu einer zeitweisen Beschwerdefreiheit beitragen können. Zur Zeit ist aber noch keine Heilung der Schuppenflechte möglich. Zur Unterstützung jeder Therapie gehört natürlich die regelmäßige Pflege der Haut.
 

Definition

Der medizinische Begriff für die Schuppenflechte ist Psoriasis und wird vom griechischen Begriff psora abgeleitet. Dieses Wort steht für das Kratzen bzw. Jucken. Der griechische Arzt Hippokrates beschrieb bereits vor über 2.000 Jahren die schuppenden Hautkrankheiten, wahrscheinlich handelte es sich schon damals um die Psoriasis.
 

Häufigkeit

Allein in Deutschland sind mehr als 1,6 Millionen Menschen von der häufigsten chronischen Hautkrankheit, der Schuppenflechte, betroffen. Etwa 70 Prozent der an Schuppenflechte erkrankten Menschen sind vom Typ I oder dem Frühtyp betroffen. Dabei tritt der Frühtyp noch vor dem 40. Lebensjahr auf, oftmals schon zwischen dem zehnten und 20. Lebensjahr. Seltener ist der Typ II, der auch als Spättyp bezeichnet wird, er tritt erst zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr auf.
 

Ursachen

Medikamente bei Schuppenflechte

Die Ursachen für die Schuppenflechte sind unterschiedlich, es handelt sich um eine multifaktoriell bedingte Krankheit. Es kann sich um eine genetische Veranlagung handeln oder die Erkrankung bricht erst zusammen mit einer Reihe auslösender Faktoren, den so genannten Risikofaktoren, aus. Das können unter anderem Medikamente, Infektionen oder genauso äußere Einwirkungen, wie Verletzungen der Haut sein. Hierbei wird von mechanischen Reizen gesprochen, sind diese verantwortlich für die Schuppenflechte, bezeichnet man das als das Köbner-Phänomen. Dabei sind zum Beispiel Kratzspuren auf der Haut zu sehen.
 
Wissenschaftliche Studien belegen, dass die Schuppenflechte häufig vom Vater vererbt wird. Etwa 30 bis 40 Prozent der Patienten haben nahe Verwandte, die ebenfalls an der Schuppenflechte erkrankt sind.
 
Weitere Ursachen der Schuppenflechte sind außer den genetischen Veranlagungen, ein starker Alkoholkonsum, Rauchen, Übergewicht, bestimmte Medikamente, wie kortisonfreie Antirheumatika, Malariamittel, Lithium, ACE-Hemmer oder Betablocker, emotionaler Stress oder klimatische Einflüsse.
 

Vorbeugung

Vorbeugen kann jeder Mensch mit einer gesunden Lebensweise, so sollten die Risikofaktoren, wie Rauchen, Alkoholkonsum usw. herab gesetzt werden, besonders wenn eine genetische Veranlagung vorhanden ist.
 
Selbst wenn die Schuppenflechte bereits besteht, können mit dem Verzicht der Genussmittel die Schübe reduziert werden. Ebenfalls sollte die Haut regelmäßig gepflegt werden, sogar in Zeiten, in denen keine Beschwerden vorliegen. Reizungen der Haut sollten vermieden werden. 

Mit Entspannungsübungen und einem Selbstsicherheitstraining kann der Verlauf der Schuppenflechte erheblich beeinflusst werden.

 

Foto: © Paul-Georg Meister / Pixelio
Foto: © Rainer Sturm/ Pixelio