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Hautpflege

Der Sinn der Hautpflege

Hautpflege soll Spass machen und entspannen

Die Hautpflege ist ein wichtiger Bestandteil der Körperpflege und dient nicht nur dazu, den Schmutz zu entfernen, sondern auch die natürlichen Schutzfunktionen der Haut zu erhalten, sowie diese zu verbessern. Die Schutzfunktionen bestehen einerseits aus der Ansiedlung von schützenden Bakterien, diese verhindern, dass eine Ausbreitung von krankmachenden Bakterien stattfinden kann. Andererseits wird eine Schicht aus Schweiß, Talg und darin enthaltenen Produkten des Stoffwechsels auf der Haut gebildet, die eine Barriere gegen schädliche Einflüsse der Umwelt ist. Mit diesem Film wird die ganze Oberfläche der menschlichen Haut überzogen und erhält sie weich und geschmeidig.
 
Ein Hautpflegeprodukt sollte einen pH-Wert besitzen, der zwischen fünf und sechs liegt. Damit können sich die krankmachenden Bakterien auf der Haut nicht vermehren und ausbreiten. Diese Schutzfunktion wird als der natürliche Säureschutzmantel der Haut bezeichnet.
 
Wird die Haut mit einer Seife gereinigt, so wird der natürliche Säureschutzmantel aufgehoben. In der Regel besitzen Seifen einen pH-Wert, der zwischen neun und zwölf liegt. Bei der gesunden Haut treten keine Schäden auf, sie regeneriert sich von selbst wieder und baut nach ein bis zwei Stunden den Säureschutzmantel von allein wieder auf. Bei einer empfindlichen Haut, bzw. bei einer an Neurodermitis erkrankten Haut, ist die Hautpflege mit Syndets zu empfehlen. Diese speziellen Produkte für die Hautpflege sind alkalifrei und wie die Haut selbst leicht sauer eingestellt. Mit Syndets wird der natürliche Säureschutzmantel geschont und die Haut kann nicht so leicht aufquellen. Bei einer gequollenen Haut ist es ein Leichtes für Mikroorganismen in die Haut einzudringen.
 
Grundsätzlich werden der Haut bei jeder Waschung wertvolle Fette und Feuchtigkeit entzogen. Aus diesem Grund muss auch nach dem Waschen eine dementsprechende Hautpflege vorgenommen werden. Dafür eignen sich hervorragend Feuchtigkeitslotionen- oder -cremes, diese werden nach dem Waschen auf die Haut aufgetragen und leicht eingerieben.
 

Wichtige Grundregeln für die Hautpflege

Vorsicht beim Baden mit Neurodermitis

Beim Waschen sollte das Wasser nicht zu heiß eingestellt werden, damit der Haut nicht unnötig Feuchtigkeit entzogen wird. Ebenfalls sollte auf zu langes Duschen oder Baden verzichtet werden.
 
Anschließend sollte sich gründlich abgetrocknet werden, besonders ist dabei darauf zu achten, dass auch die Haut zwischen den Zehen trocken ist. Weiterhin müssen die Hautfalten in den Kniekehlen, unter den Achseln und im Intimbereich gut getrocknet werden. Bei kranken oder behinderten Personen, die sich nicht mehr selbst waschen können, ist darauf besonders zu achten.
 
Für die Hautpflege sollten nur schonende und gut verträgliche Produkte verwendet werden. Es sollte auf Pflegeprodukte verzichtet werden, die desinfizierende Reinigungszusätze enthalten. Das sind unter anderem Lotionen für den intimen Bereich. Werden diese angewendet, so kann die natürliche Flora von Bakterien verändert oder sogar zerstört werden.
 
Reinigungsmittel für die Haut sollten immer nur sparsam verwendet werden. Des Öfteren ist es schon ausreichend, wenn für die Körperpflege nur Wasser verwendet wird.
 

Des Weiteren sollte beim Baden darauf geachtet werden, dass das Bad nicht zu lange ausgedehnt wird. Genauso sollte auf die richtige Wassertemperatur geachtet werden, es sollte nicht zu heißes Wasser in die Wanne gelassen werden. Als Badezusatz sollten rückfettende Produkte in das Wasser gegeben werden, um so der Haut keine Feuchtigkeit zu entziehen. Das können zum Beispiel Creme-Öl-Bäder sein.

 

Foto: © Regina Kaute / Pixelio

Foto: © Ernst Rose / Pixelio